Nepal 2019

Eine Trekkingtour zum Mount Everest Basecamp im April/Mai 2019

Eigentlich war ja schon mal in der Jugend der Wunsch vorhanden im Himalaya eine Trekkingtour zu machen, aber wer hätte das damals bezahlen können. Ich jedenfalls nicht. Und so dauerte es bis 2019 und der Zufall wollte es so dass wir 3 uns fanden und den Entschluss fassten eine Trekkingtour zum Everest Basecamp zu unternehmen. Mitgeholfen bei der Entscheidung hat auch mein Hausarzt und seine Frau die schon oft in Nepal waren und nach dem grossen Erdbeben 2015 in Deutschland die Organisation UKALO (https://www.ukalo.de) gegründet haben um zu helfen. Durch diese Verbindung wurde unsere Reise in Nepal von Himalayan Waves Trekking (https://www.himalayanwavestrekking.com) bestens organisiert und durchgeführt. Am 17. März 2019 ging es dann los, von München über Dubai nach Kathmandu. Wir wurden abgeholt und zum Hotel gebracht. Am Nachmittag war dann die Tourenbesprechung und danch hatten wir noch bis Samstag „frei“ um uns ein bisschen in Kathmandu umzuschauen.

Tag 1 – Flug von Kathmandu nach Lukla – weiter nach Phakding

Am Samstag früh ging es los, wir mussten schon um 6 Uhr am Flughafen sein. Wegen Arbeiten an der Start- und Landebahn während der Nacht bis in den Morgen war kein Start nach Lukla mit einem Flugzeug möglich, es wäre nur mit dem Bus nach Ramechap und dann erst mit dem Flieger nach Lukla möglich gewesen. Viel zu umständlich und zu grosser Zeitverlust. Deshalb haben wir den Hubschrauber genommen. Ein beeindruckender Flug mit guter Sicht auf den Himalaya. In Lukla warteten auch schon unserer Bergführer und unsere 2 Träger. Nach einer Kaffepause ging es dann los und wir starteten unseren weiten Weg zum EBC. Doch vorher noch einen kleinen Abstecher zum Flughafen von Lukla der zu den 10 gefährlichsten Flughäfen der Welt gehört. Die Landebahn hat 12 % Gefälle und ist nur ca. 530 m lang. Es wird nur auf Sichtflug geflogen und darum ist morgens allerhand los auf diesem Flughafen. Einige Bilder vom Flug und von Lukla.

  • es geht los, rein in den Hubschrauber

Hier ein kleines Video vom Start einer Dornier Do 228 auf dieser halsbrecherischen Start- und Landebahn.

Und nun machen wir uns auf den Weg nach Phakding. Lukla liegt auf 2840 m und es geht auf und ab und auch über Hängebrücken bis nach Phakding auf 2610 m. Es sind sehr viele Touristen unterwegs und beim Eingang zum Sagarmatha National Park gab es eine Wartezeit bis unser Guide die nötigen Permits besorgt hatte. Beeindruckend waren die Begegnungen mit den vielen Trägern welche fast alles was bis zum Everest Base Camp benötigt wird auf ihrem Rücken tragen. Vor allem was da an Gewicht getragen wurde, unfassbar. Hier nun einige Bilder von dieser Etappe.

  • Und nun geht er los, der lange Weg bis zum Everest Base Camp

Tag 2 – Von Phakding über die Hillary Bridge nach Namche Bazar

Am frühen Morgen ging es entlang des Dud Khosi weiter und dabei durch einige Dörfer. Viel Landwirtschaft entlang des Weges und die Kartoffeln und der Buchweizen waren schon gut gewachsen. In Jorsale, in der Nirvana Lodge machten wir Pause und es gab, man höre und staune, Kaiserschmarrn. Und der war richtig gut und sehr zu empfehlen. Aber dann ging es richtig los und teils steil bergauf. Zuerst mussten wir noch über die Hillary Bridge, fast 100 m hoch und auch schön schwankend. Aber dicke Stahlseile und eine solide Konstruktion (von Schweizern gebaut) gaben uns die nötige Sicherheit. Und nun ging es nur noch bergauf bis nach Namche Bazar auf 3440 m. Mit dem ganzen Auf und Ab haben wir etwas über 1000 Höhenmeter gemacht und waren ganz schön geschafft als wir angekommen sind. Wir hatten eine sehr schöne Lodge für die nächsten zwei Tage und haben dabei auch noch Sherpa Kanza kennengelernt, der letzte noch lebende Sherpa von Sir Edmund Hillarys Everest Expedition. Bei der Gelegenheit möchte ich noch eines richtig stellen: Sherpas sind keine Träger sondern es ist ein Volksstamm der vor ca. 180 Jahren aus Tibet kommend das Khumbu Tal besiedelt hat. Träger werden in Nepal als „Porter“ bezeichnet.

  • und wieder links vorbei an der Stupa

Tag 3 – der erste Akklimatisationstag – von Namche Bazar nach Khunde und zurück

Nach einer angenehmen Nacht in der Lodge ging es am Morgen los Richtung Khunde auf 3840 m. Wir haben also 400 Höhenmeter vor uns und es geht, wie soll es auch sein, gleich wieder steil mit sehr vielen Stufen aufwärts. Akklimatisationstage sind sehr wichtig um den Körper an die Höhe zu gewöhnen. Wie wichtig das ist haben wir ein paar Tage später erfahren denn am Ostersonntag ist ein Österreicher in einer Lodge in Periche an der Höhenkrankheit gestorben. Die Devise dabei ist: „go high, sleep low“. Es wurde eine anstrengende Tour bis Khunde. Man darf nicht vergessen, vor 3 Tagen waren wir noch in Kathmandu auf ca. 1600 m und nun kratzen wir schon fast an der 4 tausender Marke. Das Wetter war am Morgen noch schön, aber dann zogen die Wolken auf. Aber dann wurde es wie am Tag zuvor, bewölkt und kühl, aber kein Regen und die Wolkendecke sehr hoch. In Khunde gab es dann eine Pause im Sherpa Rest House und weiter ging es über Khumjung, vorbei an der Hillary School zurück nach Namche Bazar.

  • Namche Bazar am Morgen

Tag 4 – Namche Bazar – Mongla Pass und weiter nach Phortse

Wir verlassen am frühen Morgen Namche Bazar und ab heute meint es das Wetter gut mit uns, strahlend blauer Himmel und angenehme Temperaturen. Wir folgen dem breiten Weg Richtung Kyangjuma auf 3550 m. Es sind sehr viele Leute unterwegs, alle mit dem Ziel EBC. Nach einiger Zeit erreichen wir eine Stupa und von hier aus sehen wir zum ersten mal den MOUNT EVEREST. Das Ziel EBC vor Augen, aber noch sehr weit weg. Nach Kyangjuma teilt sich der Weg. Links geht es rauf zum Mong La und geradeaus weiter nach Tengboche. Dieser Weg wird anscheinend von den meisten Bergsteigern genommen. Wir werden diesen Weg bei unserem Marsch zurück nach Lukla nehmen. Der Aufstieg zum Mong La Pass auf 3975 m zieht sich dahin und die zunehmende Höhe macht sich bemerkbar. Am Pass eine kurze Pause und dann gibt es einen steilen Abstieg nach Phortse Tanga auf 3680 m um dann gleich wieder nach Phortse auf 3810 m aufzusteigen. Am Nachmittag erreichen wir die Lodge, eine sehr einfache Unterkunft. Der Rundblick ist phantastisch, umgeben von einigen 6-Tausendern im Abendlicht.

  • Wir verlassen die Lodge am frühen Morgen

Tag 5 – von Phortse nach Pangboche

Heute wird es nicht ganz so anstrengend, wir haben nicht so viele Höhenmeter vor uns, eigentlich nur 120 m bis Pangboche auf 3930 m, aber die haben es auch in sich wie wir sehen werden. Natürlich geht es auch auf diesem Weg immer auf und ab, aber es ist sehr beeindruckend hoch über dem Tal auf schmalem Weg entlang zu gehen, vor allem auch noch bei diesem Wetter. Die Bilder und ein Video sollen einen Eindruck von diesem Abschnitt vermitteln.

wir habenPangboche erreicht

Bild 17 von 17

Und so sieht es im Film aus wenn man Richtung Pangboche auf der linken Talseite geht:


Tag 6 – zweiter Akklimatisationstag – wir gehen zum Ama Dablam Basecamp

Heute ist unser zweiter Akklimatisationstag bei dem wir von Pangboche zum Ama Dablam Basecamp auf 4600 m aufsteigen, also 670 Höhenmeter rauf und runter. Zuerst geht es noch ein Stück abwärts und wir überqueren den Dud Khosi, aber dann geht es nur noch bergauf bis zum Base Camp. Man merkt nun die Höhe ganz gewaltig, die Schritte werden langsamer und es wird anstrengend. Wir erreichen das Camp aber ohne Probleme und sind etwas enttäuscht weil keiner da ist. Ein paar Leute die auf die Zelte der 3 Expeditionen aufpassen, das ist alles. Leider hat sich die Ama Dablam auch noch ganz in Wolken gehüllt und so können wir nicht einmal sehen wo denn eigentlich die Aufstiegsroute wäre. Nach einer längeren Pause geht es dann wieder zurück nach Pangboche. Unterwegs treffen wir noch 3 Träger welche Bauholz den Berg hochschleppen. Eine Begegnung die wieder einen tiefen Eindruck hinterlässt.

  • Wir machen uns auf den Weg zum Ama Dablam Basecamp

Tag 7 – von Pangboche nach Dingboche

Nach 2 Tagen verlassen wir Pangboche und gehen weiter nach Dingboche auf 4410m, wo wir ebenfalls 2 Tage bleiben werden. Auch hier ist wieder ein Akklimatisationstag vorgesehen. Der Aufstieg war wie immer, ein auf und ab und am frühen Nachmittag erreichten wir die Lodge. Also wieder genügend Zeit zum Rasten und für einen Spaziergang durch das Dorf. Auch hatten wir wieder mal die Möglichkeit zu duschen und das tat dann auch richtig gut. Überhaupt, der Komfort der teilweise in den Lodges geboten wurde war erstaunlich. Auch am Essen gab es nichts auszusetzen. Wenn man bedenkt dass alles, was man hier zum Leben braucht raufgetragen werden muss, so wird man schon etwas nachdenklich. Aber ohne diesen Tourismus hätten die meisten Leute auch keine Arbeit.

  • eine Yak Kolonne wird beladen

Tag 8 – dritter Akklimatisationstag – es geht zum Aussichtspunkt am Nanghar Tshang

Heute ist der letzte Akklimatisationstag und wir werden auf 5073 m Höhe aufsteigen. Zum ersten mal auf über 5000 m, wir sind gespannt was dieser Tag bringt. Es war schon ein zäher Aufstieg und erforderte ein paar Pausen aber als wird den Aussichtspunkt erreicht haben waren die Strapazen schnell vergessen. Eine gigantische Rundumsicht und ein weiter Blick zurück in das Tal durch welches wir aufgestiegen sind. Man ist dann schon auch ein wenig stolz auf sich selbst diese Höhe ohne grosse Probleme erreicht zu haben. Es begleitet einen ja immer der Gedanke an die Höhenkrankheit und man horcht in sich hinein ob sich da irgendwelche Anzeichen ergeben, vor allem wenn man 74 Jahre jung ist, so wie ich. Aber wir hatten alle drei bis hierher keine Probleme mit der Höhe und das war schon mal ein gutes Zeichen. Nach einiger Zeit machten wir uns wieder an den Abstieg und erreichten am frühen Nachmittag wieder unsere Lodge. Da konnte einer von uns dreien es sich nicht verkneifen und kaufte sich ein Bier um auf die 5000 anzustossen, warum auch nicht!

  • wie jeden Morgen, strahlend blauer Himmel

Tag 9 – von Dingboche nach Lobuche

Die vorletzte Etappe führt uns wieder weiter nach oben bis nach Lobuche auf 4975 m. Wir steigen zuerst wieder einige Höhenmeter auf Richtung Nanghar Tshang, aber dann geht es gemächlich weiter Richtung Thokla auf 4620 m. Nach einer Pause im angenehm warmen Sonnenschein beginnt nun der Aufstieg über „endlose“ Geröllhalden zum Thokla Pass auf 4830 m und man merkt immer mehr die dünne Luft. Wir müssen öfters stehen bleiben um den „Gegenverkehr“ auf dem schmalen Weg an uns vorbeizulassen. Wir erreichen die Passhöhe welcher auch zugleich ein Friedhof und ein Ort der Erinnerung für die Opfer des Mount Everest ist. Wir gehen entlang an Gräber aus aufgetürmten Steinen darauf stehen die Namen von Bergsteigerlegenden und von Sherpas denen der Berg das Leben gekostet hat. Weiter geht es Richtung Lobuche und wir erreichen unsere Lodge und erleben eine kleine Überraschung: die Chefin war 12 Jahre in Wien in einem Krankenhaus beschäftigt und spricht sehr gut Deutsch. Die Tochter, in Wien geboren spricht besser „Wienerisch“ als Nepalesisch. Und noch ein Highlight an diesem Nachmittag, im „World’s Highest Bakery Cafe“, einen Cappuccino aus einer italienischen Espresso Maschine mit original Lavazza Kaffee und sehr gut, besser als so mancher den ich in Italien schon getrunken habe. Schon etwas dekadent, aber das sind halt die kleinen Freuden auf dieser anstrengenden Tour.

  • es geht weiter Richtung Lobuche

Tag 10 – von Lobuche über Gorak Shep zum Everest Base Camp

Die letzte Etappe steht uns bevor, heute werden wir das Ziel unserer Reise erreichen. Und wie jeden Morgen, strahlend blauer Himmel für den Endspurt. Besser hätten wir es uns nicht wünschen können. Nach anfänglich moderater Steigung geht es dann hinauf zum Lobuche Pass auf 5110 m und weiter nach Gorak Shep auf 5140 m. Hier stehen die letzten Lodges wo man übernachten kann und von hier aus geht man noch 2 bis 3 Stunden zum Everest Basislager. Man kann auch noch den Kala Pathar besteigen, einen Aussichtsberg mit ca. 5550 m. Von dort oben hat man eine noch bessere Sicht auf den Mt. Everest und das Basis Lager. Wir haben Mittags die Unterkunft erreicht und eingecheckt. Nach einem Mittagessen ging es dann gleich weiter zum Everest Base Camp. Man kann sich kaum vorstellen was da auf dem Khumbu Gletscher für eine riesige Zeltstadt aufgebaut wurde und hat eigentlich mit „normalem“ Bergsteigen nichts mehr zu tun. Grosse Zelte als Aufenthaltsraum mit Flachbildfernseher und einer Bar und Bergsteiger die noch nie ein Steigeisen in der Hand hatten (so wird es berichtet). Ein reger Flugverkehr mit Hubschraubern die Nachschub bringen oder Bergsteiger hin- und herfliegen. 2019 gab es auch einen traurigen Rekord an Todesopfern am Berg, allein an einem Tag sind 11 Mann gestorben. Durch die Presse gingen auch die Bilder von den „Warteschlangen“ am Berg. Soviel zum Hype und um den Rummel rund um die Expeditionen zum Mt. Everest.

Wir erreichten das Basis Lager, haben uns etwas umgeschaut und natürlich einige Bilder gemacht und das war es dann auch schon. Es sind schon sehr viele Leute unterwegs um dieses Ziel zu erreichen. Wir gingen zurück nach Gorak Shep und dann kam die Nacht und die werde ich nicht mehr vergessen. Es war die einzige Nacht auf der ganzen Tour wo ich Probleme mit der Luft bekam. Der Körper sagt du musst schlafen und das Gehirn sagt du brauchst Sauerstoff. Dazu kommt auch noch die extrem trockene Luft und die Nase war auch dicht. Die Sauerstoffsättigung im Blut lag bei ca. 75 % und ich habe mich gefragt ob das gut ist? Später hat man mir versichert dass das auf dieser Höhe ganz normal ist. Nun gut, diese Nacht ging auch vorbei und etwas geschlafen habe ich doch.

  • die Sonne kommt hervor

Tag 11 – von Gorak Shep nach Periche

Früh am Morgen haben wir dann den Rückweg angetreten. Nach der Nacht mit wenig Schlaf haben wir zu zweit darauf verzichtet noch den Kala Pathar zu besteigen denn ein sehr langer Fussmarsch, ca. 17 Km bis Periche, steht uns bevor und wir haben uns gesagt die Gesundheit geht vor. In diesen Höhen ist damit nicht zu spassen. Der dritte im Bunde (auch der jüngste) ist mit unserem Guide noch rauf auf den Aussichtspunkt während wir mit den 2 Trägern Richtung Lobuche unterwegs waren. In Lobuche machten wir dann eine längere Pause und die zwei „Ausflügler“ sind dann auch wieder zu uns gestossen und der Weg führte uns weiter nach Thokla und zu unserem Ziel Periche auf 4240 m. Es war nach Thokla ziemlich windig und immer wieder staubig weil ja alles ausgetrocknet ist. In der Unterkunft konnten wir wieder mal schön heiss duschen und dann haben wir noch in die Nachbarlodge „Edelweiss“ auf einen Tee besucht. Es dämmerte der Abend und die umliegenden Berge wurden von der untergehenden Sonne wunderschön beleuchtet.

  • wir verlassen Gorak Shep am frühen Morgen

Tag 12 – von Periche nach Tengboche

Und es geht weiter Talwärts. Zuerst über Shomare nach Pangboche und dann wechseln wir die Talseite und es geht weiter über Deboche nach Tengboche auf 3860 m. Das buddhistische Kloster von Tengboche ist das wichtigste kulturelle und religiöse Zentrum des Khumbu. Das Kloster besitzt den größten Tempel, eine sogenannte Gompa, der Region. Das ist eine grosse Gebetshalle mit einer grossen Buddha Statue. Es wurde uns gesagt dass um 15 Uhr eine Puja im Tempel stattfinden soll und wir waren pünktlich im Tempel. Aber nach einer Stunde war immer noch nichts geschehen und so verliessen wir frierend die Gebetshalle. Zeit hat hier anscheinend eine andere Bedeutung. Eine Puja kann man in etwa mit einer Andacht wie bei uns vergleichen.

  • wie jeden Morgen, alle machen sich fertig zum Abmarsch

Tag 13 – von Tengboche nach Jorsale

Nach Tengboche geht es zuerst einmal ganz schön abwärts, nach Phungi Tanga auf 3250 m und das macht dann mal 610 Höhenmeter. Wir überqueren auf eine Hängebrücke wieder mal den Dud Khosi um dann auf der anderen Seite nach Kyangjuma auf 3550 m aufzusteigen, also wieder 300 Höhenmeter bergauf. Nun schliesst sich der Kreis denn vor 9 Tagen sind wir von hier aus zum Mong La Pass raufmarschiert. Wir gehen weiter nach Namche Bazar und nach einer Mittagspause geht es über die Hillary Bridge wieder weiter abwärts bis nach Jorsale auf 2740 m. Nach all den Strapazen und aller Enthaltsamkeit von Alkohol und Fleisch gab es dann mal zum Abendessen ein Bier und ein Gericht mit Hühnchenfleisch. Vor der Abreise aus Deutschland hat man uns empfohlen auf Fleisch und Alkohol während der Tour zu verzichten und das hat auch seine Gründe. Alkohol in grosser Höhe ist nicht unbedingt zuträglich für die Kondition und eine durchgehende Kühlkette für Fleisch gibt es nicht. Hat uns nicht geschadet darauf zu verzichten.

  • Die Klosteranlage von Tengboche

Tag 14 – von Jorsale zurück nach Lukla

Am letzten Tag unserer Tour ist es anscheinend vorbei mit dem schönen Wetter, der Himmel ist bedeckt aber kein Regen. So machen wir uns dann auf den Rückweg nach Lukla. Viel gibt es davon nicht mehr zu berichten. Die letzten Kilometer vor Lukla beginnt es dann doch noch zu regnen aber das macht uns nichts mehr aus. Am Abend dann verabschieden wir uns von unseren Trägern und unserem Bergführer Nir. Sie waren einfach super und es war eine Freude mit Ihnen am Berg. Immer bemüht uns die ganze Tour so angenehm wie möglich zu gestalten und sie haben sich jederzeit um Alles gekümmert. Noch ein paar Bilder vom letzten Tag:

  • Eine Muli Karawane blockiert die Brücke

Tag 15 – zurück nach Kathmandu

Es hat fast die ganze Nacht geregnet und wir hatten grosse Bedenken ob überhaupt ein Flug stattfinden wird. Aber in den frühen Morgenstunden hat es aufgehört zu regnen und die Wolkendecke war ziemlich hoch. Also auf, um 6 Uhr in der Früh zum Flughafen. Dort angekommen natürlich ein grosses Gedränge aber wir wurden unser Gepäck los und dann begann auch schon der Flugbetrieb. In kurzen Abständen landeten und starteten die Flugzeuge. Es wurde im Eiltempo entladen und die Passagiere stiegen aus und sofort die neuen wieder rein und das Gepäck war auch schon be- und entladen, auf nicht ganz sanfte Weise. Aber was soll’s, nach eineinhalb Stunden waren wir dann auch in der Luft Richtung Ramchap, dem Ausweichflughafen weil Kathmandu noch gesperrt war. Es ist schon aufregend wenn die Maschine startet und die 12% Gefälle der Landebahn hinunter beschleunigt und abhebt. Ein kleines Video soll den Eindruck vom Start vermitteln. Nach der Landung gingen wir zu unserem Kleinbus und dann begann eine abenteuerliche Reise von mehr als 5 Stunden über zum Teil miserable Strassen nach Kathmandu. Am späten Nachmittag sind wir dann angekommen und waren glücklich dass alles gut geklappt hat und wir unseren Heimflug dann auch antreten können und nicht in Lukla hängengeblieben sind auf Grund des Wetters.

  • Boarding - wir gehen zum Flugzeug


und zum Schluss noch einige Bilder aus Kathmandu

Die letzten 2 Tage verbrachten wir damit das wir uns noch ein bisschen in Kathmandu umgesehen haben. Länger muss es auch nicht sein denn die Umweltverschmutzung ist hoch. Viel Staub und Abgase in der Luft und Verkehr ohne Ende. Aber es gibt natürlich auch einige schöne Plätze zu besichtigen. Es war eine erlebnisreiche Reise mit unvergesslichen Erlebnissen und Eindrücken in der gewaltigen Landschaft des Himalayas. Eigentlich wollten wir dieses Jahr nochmals kommen, doch Covid-19 hat uns einen Strich durch die Rechnung gemacht. Aber vielleicht klappt es dann doch noch im nächsten Jahr.

  • Im Garden of Dreams

So, das war der Bericht von unserer Trekkingtour zum Everest Base Camp. Wir sind ca. 144 Km marschiert und haben dabei ca.7250 Höhenmeter überwunden und waren dafür ca. 65 Stunden unterwegs (reine Gehzeit). Auch wenn es teilweise ganz schön anstrengend war, wir haben es nicht bereut diese Tour unternommen zu haben.

Noch eine kleine Randbemerkung: auf der ganzen Tour bis zum EBC (auf 5364 m) hatten wir mit dem Handy besten LTE Empfang. Es war kein Problem nach Hause zu telefonieren bzw. per WhasApp jeden Tag Bilder zu schicken. Und das Ganze noch billiger als bei uns zu Hause!

Wenn jemand Fragen zu dieser Tour hat oder sich über die Anforderungen informieren möchte oder mehr Details wissen will, bitte gerne! Schreibt einen Eintrag in das Gästebuch, ich würde mich freuen. Einträge dieser Art werden auf Wunsch als Privat behandelt und nicht veröffentlicht.

– NAMASTE –